Häufig gestellte Fragen zu Balkonkraftwerken

Verschiedene Namen für Balkonkraftwerke?


In kurzer Zeit hat sich der Begriff “Balkonkraftwerke” für die Steckerfertigen kleinen Solaranlagen etabliert, es gibt aber noch zahlreiche andere Namen wie z.B.

  • Mieter-Solar / Mini-PV / Micro-Solar / Guerilla-PV / Stecker-Solargerät / Balkon-PV / Bürgersolar / Plug & Play Photovoltaik

 

Was soll ein Balkonkraftwerk erreichen?

Jedes Haus und jede Wohnung haben eine gewisse Grundlast, also Strom wird immer verbraucht, das sind zum Beispiel:

  • Heizungsanlage
  • Receiver, Fernseher, Stereoanlage
  • Radiowecker
  • Gefrierschrank / Kühlschrank
  • Überwachungskameras
  • Ladegeräte
  • DSL-Router / Repeater
  • Bewegungsmelder und viele mehr

Der Strom der von diesen Geräten, die immer am Strom hängen, verbraucht wird, ergibt die Grundlast. Und Ziel eines Balkonkraftwerkes ist diese Grundlast zu erzeugen, so dass diese Kleinverbraucher diese direkt verbrauchen können, ohne Strom aus dem Netz zu beziehen.

Und das ist sehr gut möglich. Wenig Sinn macht es das Balkonkraftwerk zu groß zu wählen, denn dann wird überwiegend Strom erzeugt den Sie selbst gar nicht verbrauchen können. Am besten ist es also Sie ermitteln die Grundlast Ihres Hauses / ihrer Wohnung, und legen danach das Balkonkraftwerk aus.

 

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Für jeden! Und den Gratis-Strom kann jeder nutzen: Hausbesitzer, Mieter, Gartenbesitzer, Firmenchefs um den Strom für die PCs zu nutzen und so weiter.

 Das Beste an diesen kleinen Solaranlagen, Sie können ohne großen Aufwand mit umziehen, Stecker aus der Dose, Anlage abbauen und schon ist Sie transportbereit.

 Egal für was Sie Strom benötigen, mit einem Balkon Kraftwerk erzeugen Sie Ihn ganz einfach selbst.

 

Wieviel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?

Das kommt natürlich auf die Größe drauf an, in Deutschland darf eine Mini Solaranlage max. 600 Watt Peak Leistung haben, um Sie selber in Betrieb zu nehmen.

 So eine Mini PV Anlage besteht aus 2 Photovoltaik Modulen.

 Bei einer guten Ausrichtung kann man von einem Ertrag von rund 600 Kwh pro Jahr ausgehen. Bei einem aktuellen Strompreis von 29 Cent sind das rund 174 Euro – diese sparen Sie nun jedes Jahr, man kann von einer Laufzeit von 25 und mehr Jahren ausgehen.

 Das heißt einmal 600 Euro in die Hand nehmen und über 25 Jahre lang jedes Jahr 174 Euro daraus erhalten.

 Und wenn der Strompreis steigt, dann sogar noch mehr!

 

Wie ist die Amortisationszeit eines Balkonkraftwerkes?

Das ist leicht auszurechnen, nehmen wir das Beispiel von eben. Bei einem Kaufpreis von 600 Euro für das Balkonkraftwerk, und einem jährlichen Gewinn von 174 Euro, ist die ganze Mini-PV-Anlage nach 3,4 Jahren abbezahlt.

 

Noch mehr Strom sparen dank Mini-Solaranlage?

Natürlich ist es möglich noch mehr selbst erzeugten Strom selber zu nutzen, um so die Stromrechnung noch weiter zu reduzieren. Hier sind allerdings kleine Umstellungen im Alltag nötig, außerdem sollte dann die PV Anlage größer ausfallen um mehr Strom zur Verfügung zu haben.

 Denn Großverbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler, Wäschetrockner und Co, müssen dann entsprechend der Sonneneinstrahlung eingeschaltet werden. Häufig ist das die Mittagszeit, wer zu Hause ist der kann sich problemlos danach richten, und schaltet einfach die Waschmaschine ein, wenn die Sonne scheint. 

Aber auch wer tagsüber auf Arbeit ist kann einiges tun, viele Geräte haben zum Beispiel eine Startzeitvorwahl, so kann der Geschirrspüler so programmiert werden das er zu Mittagszeit seine Arbeit beginnt. Viele Geräte haben die gleiche Funktion.

 Aber man kann auch mit intelligenten Steckdosen arbeiten, diese schaltet man einfach über das Handy ein, wenn die Sonne scheint.

 Es gibt auch Lösungen von Shelly und Co, hier kann man dann ganz komfortabel Verbraucher zuschalten, wenn mehr Strom von der Kleinanlage kommt, dieser aber nicht vom Haus verbraucht wird. Hierzu wird es aber in Zukunft extra Berichte geben, wir sind fleißig am Testen.

 Unser Fazit: Warten Sie nicht länger, jeder Tag ohne Balkonkraftwerk ist ein verschenkter Tag. Denken Sie an Ihre Stromrechnung und an die Umwelt, und kaufen sich noch heute ein Balkonkraftwerk

 

Kann man ein Balkonkraftwerk selber installieren?

Und hier gleich der größte Vorteil, ja man kann und darf es selber installieren. Seit dem Mai 2019 ist das endlich auch in Deutschland erlaubt.

 Sie müssen dafür sorgen das die PV Module ordentlich befestigt und ausgerichtet werden. Je nachdem wo Sie die Solarmodule anbringen gibt es unterschiedliche Befestigungsmaterialien, sie können sich natürlich auch selber was bauen um Geld zu sparen.

 Sie können die PV Module aber auch einfach frei auf der Terrasse oder Ihrem Garten aufstellen, wichtig ist immer das Sie die Module gut gegen Wind schützen, denn diese haben eine große Windangriffsfläche.

 Nun müssen Sie nur noch die Module mit dem Micro Wechselrichter verbinden, das wird über einfache MC4 Steckkontakte gemacht, alle nötigen Kabel und Stecker liegen den Sets bei, einfaches Plug and Play.

 Zum Schluss wird noch das Stromkabel mit dem Wechselrichter verbunden, und in eine herkömmliche Schuko Steckdose gesteckt – das wars. Fällt nun Sonnenlicht auf die Solarmodule dann wird mit der Stromproduktion begonnen, und das Balkonkraftwerk verdient Geld für Sie.



 

Ist ein Balkonkraftwerk sicher?

Ja natürlich, mit Strom ist nicht zu spaßen, ein Stromschlag mit 230 Volt kann tödlich enden. Daher müssen alle Wechselrichter die in einem Balkonkraftwerk zum Einsatz kommen, sofort den Stromfluss abschalten, wenn sie aus der Steckdose gezogen werden. Das heißt wenn kein Strom aus dem öffentlichen Netz anliegt wird auch kein Strom abgegeben. Das ist aus Sicherheitsgründen so, Sie können den Stecker der PV Anlage aus der Steckdose ziehen, selbst bei voller Sonneneinstrahlung schaltet der Wechselrichter binnen Millisekunden ab, und man kann gefahrlos den Stecker anfassen.

 

Die politische Seite der Balkonkraftwerke

Ja es gibt auch eine politische Seite, wenn man von Balkonkraftwerken spricht, denn Sie können damit einen kleinen Teil zur Energiewende in Deutschland beitragen. Wenn alle 20 Millionen Haushalte eine Mini-Solaranlage betreiben würden, um weniger Strom von den Netzbetreibern kaufen zu müssen, dann würde das ordentlich Druck auf Konzerne und Politik erzeugen.

 

Auf den Stromzähler kommt es an

Wenn Sie Ihr Balkonkraftwerk anmelden wollen, dann ist die erste Hürde Ihr Stromzähler, Sie brauchen einen Stromzähler mit Rücklaufsperre. Denn andernfalls würde der Zähler rückwärts laufen, wenn Ihr Balkonkraftwerk mehr Strom produziert als Ihr Haus verbraucht, das heißt Sie würden dann jede Kilowattstunde Strom zum vollen Bezugspreis einspeisen, das ist natürlich nicht erlaubt, deswegen ist ein Stromzähler mit Rücklaufsperre Pflicht.

Ob Sie einen haben oder nicht, verrät ein Blick in den Zählerschrank Ihres Hauses, schauen Sie was Sie für ein Modell habe, und geben das in eine Suchmaschine ein, Sie finden so schnell heraus ob Ihr Stromzähler eine Rücklaufsperre.

Haben Sie noch einen ganz alten Zähler mit einer drehenden Scheibe, dann können wir Ihnen jetzt schon sagen das dieser keine Rücklaufsperre hat.

Aber auch wenn Sie noch keinen Zähler mit Rücklaufsperre haben, dann ist das kein großes Ding. Rufen Sie einfach bei Ihrem Netzbetreiber an, berichten von Ihrem Vorhaben, und der Zähler wird meist unkompliziert und kostenlos getauscht.

Ist die der richtige Stromzähler verbaut, dann kann es weitergehen.

 

Balkonkraftwerk anmelden – ja oder nein?

Doch was ist alles rechtlich zu beachten, wie Sie vielleicht schon gelesen haben ist zum Installieren so einer kleinen Solaranlage kein Elektriker mehr nötig, sie brauchen auch keine Genehmigung, jeder kann und darf mit einem Balkon Kraftwerk Strom in sein Hausnetz einspeisen.

 

Das Balkonkraftwerk selber anmelden

Seit dem 27.04.2019 können Sie Ihr Balkonkraftwerk endlich allein anmelden, ohne dass Sie dazu einen Elektroinstallateur benötigen. Alle Netzbetreiber sind verpflichtet Ihre Anmeldung zu akzeptieren!

Die Höchstleistung des Balkonkraftwerkes darf dabei 600 Watt nicht übersteigen.

Der erste Schritt ist die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur, jede ortsfeste Steckdosen Solaranlage muss registriert werden, und im Marktstammdatenregister gemeldet werden. Das ist aber kostenlos und geht sehr schnell und einfach Online.
Schauen Sie als Erstes auf die Homepage des Netzbetreibers, in vielen Fällen finden Sie nämlich direkt dort ein Formular für die Anmeldung, dieses müssen Sie nur noch ausfüllen und absenden.

 

So finden Sie Ihren Netzbetreiber heraus

Adresse rausfinden unter:  https://störungsauskunft.de